Praxis: Djwhal Khul Klasse




Home
Terasof Magazin
Terasof lesen
Das Neue Zeitalter
Terasof Forum
Mediafiles
Forum & FAQs
Praxis

Diary

Kontakt
Links
Impressum

 

Djwhal Khul Klasse

Eine Abhandlung über Weisse Magie

oder Der Weg des Jüngers

Eine Praxis-Klasse


Die Terasof Gruppe studiert jeden Samstag von 13-16 Uhr gemeinsam das Buch „Eine Abhandlung über Weisse Magie oder der Weg des Jüngers“ von Alice A. Bailey bzw. dem Meister Djwhal Khul. Die Ergebnisse dieser Studiengruppe veröffentlichen wir regelmäßig in dieser Rubrik, um alle Leser daran teilhaben zu lassen, und laden alle interessierten Personen herzlich ein teilzunehmen. Das Treffen wird live im Internet auf unserer Homepage übertragen. Außerdem können die Live-Mitschnitte bei uns auf CD bestellt werden. Ziel des Studiums ist die Verwirklichung der Liebe und deren stetige Anwendung im Leben. Nach der Anleitung von Meister Djwhal Khul wird Liebe-Weisheit mit intelligenter Tätigkeit vereinigt und so die Erleuchtung erlangt.

Meister Djwhal Khul:

Der Meister Djwhal Khul oder Meister D. K., wie er häufiger genannt wird, ist einer von 64 Wirkenden oder Adepten des Liebe-Weisheit Aspektes, die sich unter der Leitung von Sanat Kumara, dem Herrn der Welt, befinden. Diese Gruppe ist wiederum Teil der Geistigen Hierarchie, bekannt als die Weiße Bruderschaft, die aus einer Vielzahl aufgestiegener Meister, Erleuchteter, besteht. Sie wirken durch alle Zeitalter und befassen sich mit der Entwicklung des Menschengeschlechtes. Sie werden als aufgestiegen bezeichnet, weil sie die fünfte Einweihung empfangen und somit die Schulung auf der physischen Ebene abgeschlossen haben. Sie brauchen nicht mehr zu inkarnieren, es sei denn, sie entscheiden sich freiwillig dazu. Die Ziele der Weißen Bruderschaft sind es, dem Menschen zu zeigen, dass er ein göttliches Wesen ist, unabhängig von Rasse, Alter, Kaste, Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder Kultur; den Menschen zu den ewig gültigen Gesetzen und Wahrheiten zu führen, die immer wirken und die niemand umgehen kann; dem Menschen zu helfen, seine einmaligen Gaben zu entfalten und zu vervollkommnen und den Menschen zu führen auf seinem Weg der Einweihung in seine höhere Natur.

Djwhal Khul stellt sich selbst als ein Tibeterjünger eines bestimmten Grades vor, der an den Grenzen Tibets lebt und Oberhaupt einer großen Gruppe tibetanischer Lamas ist: „Ich bin euer Bruder, einer, der ein wenig länger auf dem Pfad gewandelt ist als der Durchschnitt; und deshalb trage ich auch eine größere Verantwortung. Ich bin einer derjenigen, die um den Weg zu einer höheren Erleuchtung gerungen haben, ich habe härter darum gekämpft als der Schüler, der diese Sätze liest! Ich muss daher als Mittler des Lichtes wirken, wie viel Mühen auch damit verbunden sein mögen.“ „Meine Aufgabe ist es, zu lehren und die Erkenntnisse einer zeitlosen Weisheit zu verbreiten, wo immer ich Gehör finde. Ich bin seit vielen Jahren auf solche Weise tätig. Gleichermaßen suche ich Meister Morya und Meister Kut-Humi zu helfen in ihrem Werk, wo immer ich Gelegenheit dazu habe.“ (Alice A. Bailey: „Initiation“, S. 9, 1934)

Alice A. Bailey (1880-1949) wirkte zusammen mit ihrem Mann Foster Bailey als Vortragende, Lehrerin und Autorin in weiten Kreisen Europas und Amerikas. In der Zeit zwischen 1919 und 1949 ergab sich eine enge telepathische Zusammenarbeit mit Djwhal Khul. Während dieser 30 Jahre entstand eine Serie von Büchern über Esoterische Philosophie als Interpretation der zeitlosen Weisheitslehren für den heutigen Menschen und die Arkanschule in der Schweiz.

Die geistige Hierarchie:

Die 64 Meister haben seit Anbeginn der Erde die Aufgabe, die Welt mit dem zu versorgen, was wir Sinn, Verwirklichung, Erleuchtung, Magie, Wissen, Wissenschaft etc. nennen. Sie erscheinen teilweise persönlich, zum Beispiel als Jesus, Moses, Buddha, Laotse etc. Die Anzahl der Meister ist nicht auf 64 begrenzt. Diese Zahl symbolisiert bestimmte Positionen - ähnlich Ämtern -, die von den aufgestiegenen Meistern eingenommen werden. Tatsächlich gibt es sehr viel mehr aufgestiegene Meister, die jedoch keine Position im Kreis der 64 eingenommen haben. Ob sie in diesem 64er Kreis ein Amt vertreten oder nicht, macht keinen Unterschied bezüglich ihres Verwirklichungsgrades.
Unterhalb der 64 Meister gibt es einen Kreis von Personen, welche die Meister unterstützen, ihnen dienen und sich dadurch qualifizieren, in diesen Kreis aufgenommen zu werden. Sie sind sozusagen angehende Meister. Diese Jünger bewegen sich auf verschiedenen Entwicklungsstufen oder -klassen. In einigen Bereichen haben sie schon die Meisterschaft erreicht, aber noch nicht in allen.

Der nächste Kreis ist den Jüngern untergeordnet und besteht aus den Anwärtern auf Jüngerschaft, den Aspiranten. Dazu zählen all diejenigen, die sich mit den genannten Themen auseinandersetzen und ein Einweihung als Jünger anstreben.

Als nächstes folgt der Kreis der interessierten oder neugierigen Personen, welche sich dem Thema aufgeschlossen oder kritisch nähern. Schließlich folgt der Kreis der allgemeinen Gesellschaft, der all jene umfasst, die sich gar nicht mit dem Thema beschäftigen.

64 Meister

Jünger

Aspiranten

Interessierte / Gegner

Diejenigen, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen


[Die im Folgenden verwendeten Seitenzahlen entsprechen denen der englischen Originalausgabe; diese werden in allen Übersetzungen am Textrand oder in eckigen Klammern im Text angegeben]


Samstag, der 30.10.2004

Zusammenfassung

Einleitung:

Jeder kann an diesem Studienkreis teilnehmen. Niemand wird ausgeschlossen. Vorausgesetzt wird das Streben nach der Liebe. Egoistische Motive fallen aus, denn weiße Magie bedeutet, mit allem Existierenden richtig umzugehen - aus Liebe und ohne Ego zu handeln.

Tatsächlich steht man mit allem Existierenden in persönlicher Beziehung, da Gott allgegenwärtig ist. Jedes Atom ist also bewusst, beseelt, persönlich und bis ins kleinste Detail mit höchster Sinnhaftigkeit versehen. Das heißt, das ganze Leben besteht nur aus persönlichen Beziehungen. So steht im Zentrum die Frage, wie man mit allen Personen richtig umgeht. Wie baut man Beziehungen effektiv? Wie bezieht man sich richtig auf eine Person? Wie schließt man egoistische Motive und Projektionen aus? Wie entwickelt man die korrekte Haltung allem gegenüber? Dieses Buch dient dazu, den praktischen Umgang mit allem zu erlernen.

Wir beginnen unser Studium mit einigen Zitaten aus den verschiedenen Kapiteln des Buches, um uns einen Überblick zu verschaffen, worum es zentral geht.

[S. 420-421]: Djwhal Khul betont in diesem Abschnitt, dass die Regeln der alten Traditionen heute nicht mehr aktuell sind. Der heutige Jünger soll nicht mehr in die alten Zuchtmaßnahmen von Diät, Ehelosigkeit und genau eingehaltenen Zeiten gedrängt werden. Eine kritische Einstellung und Selbstgefälligkeit behindern viel mehr auf dem Weg. Die Konzentration liegt auf der neuen, geheiligten Kunst des Seins und auf dem Wunder als Seele zu leben:

„Wenn ein Mensch als Seele lebt und seine ganze Persönlichkeit daher dieser Seele untergeordnet ist, werden sich selbstlose Absicht, Reinheit des Lebens, Übereinstimmung mit dem Gesetz und ein wahres Beispiel geistigen Lebens auf normale Weise und von selbst einstellen.“

Zwei Regeln für die Lebenstätigkeit sind wichtig zu beachten: Man soll sich auf eine aufbauende Tätigkeit konzentrieren und davon Abstand halten, die alte Lebensordnung niederzureißen. Nicht das Unerwünschte soll bekämpft, sondern das Neue und Schöne erschaffen werden. Alle menschlichen Wesen sind Brüder. So ist Parteigängertum kein Zeichen geistiger Entwicklung. Für oder gegen etwas zu sein, schürt Haß und Angriffslust. Zentral geht es darum, ganz die Seele zu leben.

Djwhal Khul spricht einige Warnungen aus [S. 341-342]:


1. Klammert euch nicht an die Form: Man darf sich nicht begrenzen und nichts festlegen. Was ist Form? Der Körper, der Raum, doch auch Gedanken und Worte sind Formen. Durch den Willen werden die Ideen oder Wünsche früher oder später manifestiert. Worte bewirken immer etwas. Durch den Sinn der Worte vermittelt man ein Bild, welches das Gegenüber aufnimmt und welches sich auf sein Leben auswirkt, das die Veränderung seiner individuellen Formen bewirkt. Wie man Materie (auch Gedanken, Worte etc.) anders berührt als vorher, ist der einzige Sinn von Worten. Formen sind nötig, um konkret zu berühren. Berührung bedeutet in Beziehung sein. Dabei geht es immer um Entwicklung. Wenn die Berührung keine Veränderung bringt, war sie umsonst. Man muss wissen, womit man was berührt. Mit welcher Form berührt man welche Form? Auch die Bezeichnung „Ich“ bezieht sich auf eine bestimmte Form. Man ist in der Welt wegen Formen. Ständig reibt sich Form an Form und dadurch ergeben sich Veränderungen.

Diese Praxis wird gesprengt. Dies ist der entscheidende Punkt: Der Schlüssel liegt in der Aufhebung der Identifikation mit der Form. Im spirituellen Leben geht es 0 % um Formen. Wenn man Vorstellungen von Formen innerlich loslässt, dann folgt die Auflösung der Form. So findet man inneren Frieden, den Meditationszustand 24 Stunden am Tag.

2. Ebbe & Flut: Alle Persönlichkeiten haben Phasen von Ebbe und Flut. Die individuelle Entwicklung verläuft wie eine Sinuskurve. Ebenso verhält es sich mit jeder Gruppe, ganz gleich ob es sich um die ganze Menschheit oder einen kleinen Kreis von Personen handelt. Es ist wichtig, andere Menschen in ihrer Ebbe-Phase zu achten. Jeder gerät in Zeiten, wo er ein dunkles Tal durchschreiten muss. Doch danach folgt der Berg der Einweihung. Je härter die Situation ist, desto größer ist der Schatz. Durch Kontemplation, Vertiefung - Meditation, ist immer die Lösung zu finden. Wenn man versucht, die hohen Anforderungen trotz der physischen Schwäche umzusetzen, gelingt es nicht und man wird entmutigt. Das Heilmittel liegt dann darin, sich von der Form loszulösen und in die Ruhe, die Meditation zu gehen. Nur so kann man auch in den harten Lebenssituationen Gott erkennen und seine Hand greifen. Die Ruhe und auch die Sonne (Hinausgehen an die frische Luft) bringen Regeneration. Auch durch die Überentwicklung des Verstandes-Denken werden zu hohe Anforderungen an den emotionalen Körper gestellt und Entmutigung bewirkt. „Das Heilmittel liegt hier hauptsächlich in der Erkenntnis, dass Zeit, Ewigkeit, Evolution (nennt es wie ihr wollt) alle Dinge zustande bringt und dass nicht alles „nur“ von der Bemühung des Einzelnen abhängt. ... so findet euch in Ruhe wieder zurecht und erahnt in der Kontemplation, dass mit dieser großen Wirkkraft „Zeit“ letztlich alles erreicht wird.“

Zeit ist ein fühlendes, lehrendes Wesen. Sie ist auch Gott. Gott ist in allem und immer liebevoll. Es gibt das Böse nicht. Man muss lernen mit diesen Ebbephasen umzugehen, welche selbst die Meister noch durchwandern. Die harten Momente des Lebens sind die größere Hilfe. Sie sind größere Konzentration, die größere Aufmerksamkeit, die höhere Investition Gottes in uns. Durch die Härte wird man schneller auf den Punkt gebracht und die Entwicklung beschleunigt.

3. Depressionen stellen ein großes Hindernis für Aspiranten dar. Sie kommen auf, wenn das Leben sie mit der dunklen Seite konfrontiert, wo sie doch nach Licht streben. Je empfindlicher man wird, desto höher ist die Gefahr, den Depressionen zu verfallen.

[S. 343-344]: „Fünf Grundsätze für die Aspiranten, welche den Pfad des Okkultismus wählen und die von einer Gruppe besonders erstrebt werden sollten.“ Die Erleuchtung geht durch die Gruppe. Denn der Weg zur Erleuchtung, zum Nirwana (keine Form) liegt in der Nächstenliebe, im Teilen, im persönlichen Austausch mit den Menschen, also im Gruppenbewusstsein. So haben es alle Religionsführer und Meister vorgelebt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Es geht darum, alles zu lieben. Das ist eine Gruppenarbeit. Dazu sind folgende fünf Schritte notwendig:

1. Heilung der Motive: Alle anderen Motive müssen geheilt werden. Das Motiv, der Antrieb, darf nur die Liebe sein, alles zu lieben.

2. Völlige Furchtlosigkeit: Man muss lernen, immer in allem Gott zu sehen. Gut und Böse sind beides Gott. Wenn Gott im „Bösen“ erscheint, warum dann weggehen?

3. Die Pflege der Imagination: üben und pflegen, d.h. innere Bilder, Visionen und Träume zu schauen und dann ihren praktischen Wert herauszuanalysieren und umzusetzen. Dazu sollte man auch ein Traumtagebuch führen.

4. Die Fähigkeit, den Augenschein vernünftig abzuwägen und nur das anzunehmen, was mit dem höchsten Instinkt und der höchsten Intuition vereinbar ist: Man muss üben, immer zum höchsten Wohle aller zu handeln und dabei für alle Bilder offen zu bleiben, um dann aus der Liebe zu entscheiden, was getan wird. Folgender Aspekt ist hierbei wichtig zu beachten: die schwarze Seite macht 50% unserer Persönlichkeit aus, deshalb muss man lernen, diese richtig einzusetzen, nämlich zum höchsten Wohle aller, für Gott in allem.

5. Eine Bereitschaft zu Experimenten: Man muss immer offen bleiben, keine Form festlegen, sondern immer bereit sein, den inneren Bildern zu folgen, Neues auszuprobieren, um das Beste zu bewirken. Einem Schema zu folgen, bedeutet Festlegung, Erstarrung und Mangel an Liebe. Man soll die Meister auch nicht kopieren, kein Schema herausfinden und nachmachen, sondern selber ein Original werden, indem man den Weg selber geht und dabei immer schaut, wo das Neue, das Lebendige ist. Immer in Bewegung zu bleiben, bedeutet in Beziehung, im persönlichen Austausch zu sein, weil man immer flexibel mit den Personen mitgeht, ohne eine Grenze zu setzen.

Meisterschaft und Schülerschaft [S. 638-639]:

1. Was macht einen Meister aus?

Meister müssen über Verwirklichung und Qualität verfügen. Diese beweisen sie durch ununterbrochene Anwendung. Der Schüler sollte den Meister immer prüfen. Das Ziel ist, die gelebte Meisterschaft auf den Schüler zu übertragen. Spiritualität ist ein 24-stündiger Bewusstseinszustand. Es handelt sich um eine ganzheitliche Lehre. Meisterschaft bedeutet, die Liebe in jedem Moment individuell anzuwenden. Spiritualität bezieht sich immer auf das ganze Leben.

2. Was macht die Schülerschaft aus? Wie ist die richtige Haltung des Schülers? Was macht die Arbeit aus?
„Wo ein Mensch stetig wächst, okkulte Prinzipien stetig anwendet - so dass tatsächliche Veränderungen in den von ihm verwendeten Körpern eintreten -, und ein immerwährendes Licht aussendet, da wird dies bekannt und registriert, und der Aspirant wird mit immer mehr Gelegenheiten, seinen Mitmenschen zu dienen, belohnt.“ Je höher die Fähigkeit ist, Verantwortung zu tragen, desto höher der Dienst. Im Mittelpunkt stehen dabei:

1. Es gilt zu erkennen, wer man wirklich ist. Jede Person ist eine allmächtige Seele.

2. Die Bindungen an Autorität müssen aufgelöst und die Antworten im eigenen Inneren gesucht werden.

3. Selbständigkeit: Man braucht Lehrer nur solange, bis man selbständig ist. Das Leben ist auch ein Lehrer, schult nur langsamer als ein Meister. Die Lebensbilder kommen oder werden initiiert, bis man sich schließlich wieder ganz auf seine allmächtige Seele verlässt.

Ziel der Arbeit [S. 89-90]:

„Die Seele muss einen Kontakt herstellen zwischen dem niederen Aspekt ihrer dreifachen Natur und dem Aspekt, der schon im Gehirn des Menschen einen Wohnsitz gefunden hat. Intelligente Tätigkeit und Liebe-Weisheit müssen vereint werden und die Vereinigung muss auf der physischen Ebene stattfinden. Deshalb tritt die Seele in „tiefe Meditation“ ein, in Verbindung mit allen anderen Seelen, die ihr Werkzeug schon in einen empfänglichen Zustand versetzt haben. Dies ist die grundlegende Gruppenmeditation, und wenn ein Mensch das erreicht, was die östlichen Bücher „Samadhi“ nennen, dann ist es ihm gelungen, als Seele an dieser Gruppenmeditation teilzuhaben, und er tritt in den Dienstzyklus ein, der durch die planetarische Hierarchie zum Ausdruck kommt. Das rationale und das abstrakte Denkvermögen wirken als eine Einheit und das Leitmotiv ist die Liebe.

Das bedeutet, auch wenn man auf der Erde ist, lebt man im Reich Gottes. Man trifft Gott einmal für immer. Mit dem Bewusstsein verweilt man 24 Stunden jenseits der Dualität und handelt hier auf der Erde mit dem Körper immer zum höchsten Wohle aller.

Schlusswort:

Jeder soll sein Leben auf der Grundlage der Liebe 24 Stunden so gestalten, wie er will. Das ist weiße Magie. „Sagt niemals nie!“ Dies ist sehr wichtig umzusetzen!


Samstag, der 06.11.2004

Zusammenfassung

Einleitung:

In unseren Treffen geht es um das praktische spirituelle Leben, deshalb ist die Liebe das zentrale Thema, die Nächstenliebe, die Selbstliebe und die Feindesliebe. Im Mittelpunkt steht dabei die praktische Bedeutung. Bisher sind wir es gewohnt, von uns selbst als „Ich“ zu sprechen. Die Gedanken und Gefühle, die wir in uns tragen, nennen wir „meins“. Dies beinhaltet scheinbar selbstverständlich, dass wir begrenzt sind. Hier beginne ich, dort höre ich auf und beginnt der andere. Doch wieso definieren wir diese Grenzen eigentlich? Denn genau genommen ist der Körper ein Teil der Erde, er besteht aus Natur und wurde von unseren Eltern geschaffen, die selbst nicht einmal wirklich wissen, wie das Leben entsteht. Unsere Gedanken- und Gefühlswelt wird durch Impulse und Ideen von anderen Menschen, Erlebnissen u.s.w. beeinflusst und führt uns zum Handeln. Doch wir kommen zu dem Schluss: „Ich will...“ oder „Ich habe entschieden“, obwohl wir gar nicht behaupten können, wem diese Impulse nun „gehören“ oder woher sie tatsächlich stammen.

Im spirituellen Streben geht es zentral um die Wahrnehmung der Nächstenliebe. Wenn wir in Nächstenliebe denken, dann gibt es keine Grenze zwischen dem, was wir bisher „Ich“ nannten und Allem, was existiert. Wir erkennen alles als von Gott gegeben. Die Liebe verbindet alles, sie vereint und hält nichts fest oder bedingt. Wenn wir beginnen, uns mit dieser Lebenseinstellung anzufreunden, dann bemerken wir bald eine Spannung, die aus der Begegnung mit den miteinander nicht zu vereinbarenden Lebenseinstellungen resultiert - und zwar der bisherigen egozentrischen Lebensweise im Gegensatz zu der neuen, auf Alles ausgerichteten Sicht. Noch stärker stellt sich dieser Widerstand dann auch im Äußeren dar, in der Begegnung mit Menschen, die sich gar nicht um die Nächstenliebe bemühen. So entstehen Konflikte mit der Gesellschaft, dem Staat, Freunden, Familie etc. Diese Konflikt-Entwicklung ist uns von allen Propheten und großen Meistern bekannt. Sie waren ständig mit Widersachern konfrontiert, wurden verfolgt und sogar mit dem Tode bedroht. Wir müssen also mit Auseinandersetzungen rechnen, wenn wir uns um die Nächstenliebe bemühen. Diese gegnerische Bewegung gehört jedoch zum großen Plan dazu und wird ebenso geliebt, wie alles andere auch. Darin liegt der Schlüssel - in der Feindesliebe. Wie dies konkret zu bewerkstelligen ist, schult uns dieses Buch. Denn es geht hier keinesfalls um ein naives „Liebhaben“.

In diesem Treffen fahren wir fort, uns anhand von Zitaten einen Überblick zu verschaffen, worum es zentral geht und welche die angemessene Vorgehensweise für das Studium ist. Es wird dabei keine Wiederholung der Inhalte aus der vergangenen Klasse geben.

Über die Vorgehensweise beim Studium dieses Buches [S. 601]

„Wenn wir unsere Gedanken über die lange Reihe der Unterweisungen zurückwandern lassen, so ragen bestimmte Grundzüge der Lehre mit außerordentlicher Klarheit hervor.

So werden wir am Ende unserer Klasse feststellen, was das Studium dem Einzelnen gebracht hat.

Djwhal Khul empfiehlt, ein grundlegendes Lehrbuch wie dieses zuerst ganz durchzulesen, um die herausragenden Punkte, die wichtigsten Richtlinien und Grundbegriffe zu erfassen. Wenn diese begriffen wurden, kann man beginnen, seine Teilfragen zu bearbeiten, welche die wesentlichen Dinge erklären. Erst danach sollte man sich mit den Einzelheiten befassen.

Schüler werden merken, dass es nützlich ist, Unterweisungen nochmals zu prüfen und Hauptpunkte auszuwählen, und dann schließlich zweitrangige Lehren einzufügen und Einzelheiten einzugliedern, so dass eine zusammenfassende Übersicht entsteht und das Wissen fest in der Erinnerung eingeprägt wird.

Der Unterschied zwischen westlicher und östlicher Tradition [S. 77]

Unser Ätherkörper besteht aus Kraftströmungen. In ihm gibt es Lebenszentren, welche sowohl durch Kraftlinien miteinander als auch mit dem Nervensystem verbunden und deshalb auch mit dem umgebenden Weltsystem verknüpft sind. Diese Tatsache bildet die Grundlage für einen Glauben an die Unsterblichkeit, für das Gesetz der Bruderschaft oder der Einheit und für die astrologischen Wahrheiten. Der Ätherkörper wird durch unsere Gedanken belebt und beherrscht und wird durch das Denken zu voll wirksamer Tätigkeit gebracht. Für Menschen, die sich im okkulten Studium bemühen, ist dies zutiefst wichtig. Sie müssen alles, was sie an gedanklichem Fleiß und konzentrierter Aufmerksamkeit aufbringen können, aufwenden und die erlernten Wahrheiten stetig im praktischen Leben bezeugen und verwirklichen.

In den westlichen Traditionen versteht man unter okkultem Studium ein mentales, intellektuelles Forschen ohne Praxis, wodurch tatsächlich auch nur wenige Fortschritte erzielt werden. Indem wir die westliche Sichtweise, die „Freiheit des Geistesverlassen bzw. uns darin üben, können wir die Geistesgesinnung der östlichen Kulturen annehmen und auf der persönlichen Ebene praktisches spirituelles Leben beginnen. Im Unterschied zum separatistischen Denken der westlichen Tradition steht in der östlichen immer Gott und jede außenstehende Person im Mittelpunkt und nicht das eigene Ich. Genau betrachtet gibt es keine Trennung; das eigene „Ich“ ist ein Produkt der Identifizierung mit allem, was uns umgibt und bei uns in Erinnerung geblieben ist an Ideen, Personen, Kontakten, Einflüssen, Gesehenem, Gehörtem etc. - alles Sammlungen äußerer Objekte. Selbst im Ruhezustand erscheinen innerlich Ideen und Personen! Wie kann man sich getrennt davon betrachten? Man besteht aus Beziehungen mit anderen Personen.

Über die Bedeutung von Prinzipien [S. 115-120]

„Die Grundlage aller Maßnahmen des Logos ist tätige Liebe und die fundamentale Idee, auf der Er Seine Handlungen in Zusammenhang mit der menschlichen Hierarchie gründet, ist, die Macht der Liebe vorwärts zu treiben. Nennt es Entwicklung, wenn ihr wollt oder angeborenen Drang, wenn euch das lieber ist, aber es ist Liebe, die Bewegung hervorbringt und vorwärts, zur Vollendung drängt. Sie ist für alle der Antrieb zu weiterer Wesensäußerung. Daher sollte dieses Prinzip jeglicher Tätigkeit zugrunde liegen und die Leitung aller geringeren Organisationen würde, wenn sie auf zu Tätigkeit führender Liebe beruhte, einen göttlichen Drang in allen Mitgliedern wecken, sie ebenfalls zu vollster Wesensäußerung treiben und so zu angemessener Erfüllung und zu einem zufriedeneren Bemühen führen.“

In der Gruppenarbeit geht es darum, dass die Personen, welche sich zur Umsetzung der Nächstenliebe zusammenfinden, sich gegenseitig helfen, diese zu praktizieren. Diese Unterstützung findet auch in Form anregender Kritik statt, indem man den andern auf seine Fehlleistungen und seine nicht liebevollen Grundhaltungen aufmerksam macht und gemeinsam eine positive Alternative entwickelt. Djwhal Khul bezeichnet das niedere Ich als Persönlichkeit und das Höhere Selbst nennt er Ego (im Sinne von Selbst). Die Hälfte aller Schwierigkeiten entsteht, wenn die Prinzipien des niederen Selbst mit dem des Höheren kollidieren, insbesondere dann, wenn man die Wahrheit der höheren Prinzipien für sich erkannt hat und diese schnell, ohne die Umwelt anzupassen, umsetzen will. Doch solange sich die Mehrheit der Menschen nicht für die Weisheit ausspricht, ist dieser Kampf unvermeidlich.

„Wenn ein Prinzip fundamental ist, so spricht es die Intuition an und ruft seine unmittelbare zustimmende Reaktion des Höheren Selbst im Menschen hervor. Die Persönlichkeit wird wenig oder gar nicht angesprochen. Ein Prinzip verkörpert eine Vorstellung oder Idee des Egos in seiner Beziehung zu anderen.

Ein Prinzip richtig zu begreifen, bedeutet, dass ein gewisser Punkt in der Entwicklung erreicht wurde. Ein Prinzip beseelt eine Aussage, die mit dem höchstmöglichen Wohlergehen für möglichst viele zu tun hat (zum höchsten Wohle aller). Zum Beispiel: Ein Mann soll seine Frau lieben. In diesem Satz wird einem Prinzip für die Persönlichkeit Ausdruck verschafft. Später muss es in ein größeres Prinzip umgewandelt werden, nämlich dass ein Mensch alle seine Mitmenschen lieben soll. Er sollte nicht nur die Menschen lieben, die er sich aussucht, sondern alle Personen, die in seinem Leben erscheinen, auch die Feinde.

Djwhal Khul beschreibt dreierlei Prinzipien, wobei das höhere auf dem Wege über das niedrigere erreicht werden muss:

A) Prinzipien, die das niedere, persönliche Selbst beherrschen:

- haben mit dem tätigen Leben des niederen Selbst zu tun

- verkörpern den dritten Tätigkeitsaspekt des Logos

- bilden die Grundlage für späteren Fortschritt

- leiten und bestimmen den Menschen in der Zeit, da er noch wenig entwickelt ist und gedankenlos dahin lebt

- kommen in den allgemein anerkannten Regeln des anständigen Lebens zum Ausdruck und fördern so die Bildung des Charakters (nicht töten, nicht stehlen etc.)

- werden erlernt durch das „Begreifen“ und durch die unglückliche Erfahrung der Folgen; so wird das Prinzip durch den Schmerz beigebracht

- Es kann nur das genossen werden, was einem zu Recht gehört.

- Diese Lektion wird in Gruppen gelernt.

B) Prinzipien für das höhere Selbst, verbunden mit dem Liebe-Weisheits-Aspekt:

- werden erst jetzt allmählich von der breiten Masse der Menschheit begriffen, was auch Grund für die Hälfte aller Schwierigkeiten in der Welt ist

- Durch schnelle Erkenntnis der Richtigkeit dieser Prinzipien und dem Versuch der Umsetzung, ohne dass die Umwelt vorher dem angepasst wurde, entstand ein Aufeinanderprallen und ein Kampf zwischen den Personen, die von den Persönlichkeitsprinzipien beherrscht werden und denen, welche ihre Impulse von den Prinzipien des

Höheren Selbst erhalten.

- Solange nicht mehr Menschen vom Seelenbe wusstsein beherrscht werden, ist dieser Kampf unvermeidlich.

- Wenn die emotionelle Ebene von der Intuition geleitet wird, dann tritt ein universales Verständnis ein.
- Diese Prinzipien werden erlernt durch Verzicht und Dienen.

- Was ist Dienst? Es bedeutet nicht, jedem das zu geben, was er will, kein Samariter zu sein. Man dient nur denjenigen, die die Liebe leben und verbreiten. Doch davon muss man sich erst überzeugen, alles verstehen und es dann umsetzen! Diejenigen, die über uns stehen (also ein größeres Bewusstsein haben), machen uns dessen bewusst.

- „Für Gott ist alles persönlich.“ (Zitat von Amadeus, dem Engel des Glaubens)

Durch die Chakra-Lehre von Sig (oder auch Tera), dem Engel der Heilung, durch Läuterung, Kunst und durch die Mystik-Lehre von Amadeus, dem Glaubens-Engel, wird das wahre Verständnis für die Bücher Djwhal Khuls ermöglicht. Darum möchten wir an dieser Stelle von Amadeus das mystische Rätsel vom Reitsoldat und dessen Lösung als Beispiel zitieren, um die Bedeutung einer solchen Schulung etwas zu verdeutlichen.

Rätsel: Der Reitsoldat befindet sich inmitten des Feldes und sucht das Saatgut, doch finden wird er es nicht. Der Ureinwohner kocht die Suppe. Wo ist die Suppenschüssel? Rechts, links, oval oder gleichbleibend? Die Höhendefinition befindet sich 2 m² tief.

Lösung: Ein Außenstehender kann kein Thema und dessen Kern, die Essenz, von außen verstehen oder verwirklichen. Er muss damit vertraut werden wie der Ureinwohner, der das Thema aus Tradition beherrscht. Wer es beherrscht, kennt nicht nur das Saatgut, den Kern, sondern auch die Praxis bis zur vollen Blüte, die Suppe, das maximale Endprodukt. Die Suppenschüssel sind die ernsthaften Interessenten, die das Thema fassen können, daher nur die Rechten, nicht die Linken, auch nicht die Ovalen (links bis rechts und alle Zwischenstufen). Gleichbleibend ist falsch, da man alle Empfänger des Wissens persönlich behandeln muss, also ständig wechselnd, je nach Individuum. 2 m² tief, weil die Lösung immer im Schatten des in Unwissenheit sich befindenden Suchers befindet, also symbolisch die Fläche des Reiters samt Pferd, jedoch nach unten gespiegelt, dorthin, wo man es in Illusion nicht vermutet, für wahr hält und findet.

- Auf was soll man im spirituellen Leben verzichten? Auf alles! Zitat Sigs: „Lass einfach alles los!“

- Wenn die ersten Prinzipien gelernt wurden, dann folgt die Abwendung von den Dingen der Persönlichkeit und man erfährt im Dienen die Macht der Liebe in ihrer okkulten Bedeutung.

- Man gibt aus, teilt und empfängt. Durch dieses Leben des Verzichts ergießt sich der Reichtum des Himmels über einen (Jesus: „Wer gibt, dem wird mehr gegeben werden.“).

- Man verlangt nichts für sich und ist doch der Reichste auf Erden.

Die unter A beschriebenen Prinzipien betreffen die abgesonderte Einheit, also die Einzelperson, und deren Entwicklung durch Verschiedenartigkeit, also die individuelle, egozentrische Lebensart. Prinzipien haben jedoch immer mit Gruppen zu tun - die Frage lautet nicht: „Was wird das Beste für den Menschen sein?“, sondern: „Was wird das Beste für die Vielen sein?“ Im Zentrum steht dabei die Fähigkeit, mit geistiger Schau zu denken und die Vielen als Einheit sehen zu können. Erst dann werden die Prinzipien erklärbar. Sie bilden die Grundlagen dieses „Liebe-Systems“. Ohne Gruppenbewusstsein zu entwickeln, ist es einem Menschen folglich nicht möglich, ein tieferes Verständnis und die Verwirklichung der Liebe zu erreichen.

Heutzutage sind die Menschen verwirrt, da die Prinzipien der ersten Kategorie A ihnen angeboren sind und das Streben nach Idealen und höheren Ideen, repräsentiert durch die Prinzipien der zweiten Gruppe B, folglich innere Widersprüche verursacht. Pilatus: „Was ist Wahrheit?“ Wenn die Menschen sich nur erinnern wollten, dass die höheren Prinzipien das Wohl der Gruppe betreffen und die niederen das Wohl des Einzelmenschen, dann würden sie vielleicht zur Klarheit kommen. Die niedere Aktivität des persönlichen Lebens, ganz gleich wie gut und wertvoll sie auch sein mag, muss schließlich übertroffen werden durch das höhere Leben der Liebe, das nach dem Wohl der Gruppe und nicht nach dem eines Einzelnen strebt. So ist, wenn Egos und Persönlichkeiten aufeinander stoßen, der Sieg des Höheren gewiss; das niedere Prinzip muss dem höheren weichen. Hiermit ist das Freisein von materiellen Motiven gemeint - die Loslösung von den weltlichen, persönlichen Werten. Dadurch erreicht man die Erleuchtung, das Nirwana - nicht der Wald der vergänglichen Dinge.

„Alles, was nach Synthese und göttlicher Wesensäußerung in Vereinigung von Einzelmenschen strebt, rückt dem Ideal und dem höheren Prinzip näher.“

C) Prinzipien, die vom Geist begriffen werden (nur vom monadischen/göttlichen Bewusstsein), dem Engelbewusstsein oder dem Bewusstsein der hohen Meister, die sich nur dadurch unterscheiden, dass sie zusätzlich auch lehren (wie zum Beispiel Sig, Amadeus, Sof, Michael, Eon etc. in unserem Kreis)

- Ein Mensch nimmt diese hohen Prinzipien nur wahr, wenn er sein persönlich-aktives Leben hinter sich lässt und dafür sein Leben der Liebe oder Weisheit widmet, entsprechend der Führung des Egos.

- So wie die Persönlichkeit sich mit den dement- sprechenden Prinzipien beschäftigt, so befasst sich die Monade mit dem tätigen Leben der Liebe.

- Diese Ebene erreicht ein Mensch, wenn er das Seelenbewusstsein als die wirkliche Realität, als das Leben, und das Körperbewusstsein als die Vergänglichkeit, als den Tod, erkennt und sich ständig bewusst ist: „Ich bin eine allmächtige Seele“.

„Das eine Prinzip beschäftigt sich mit dem Leben des Menschen auf der physischen Ebene oder in den drei Welten, das zweite mit seinem Leben auf den Kausalebenen, und das letzte mit dem Leben, das er führen wird, wenn er einst das Endziel für das gegenwärtige menschliche Streben erreicht haben wird. Das eine befasst sich mit dem Einzelwesen, das andere mit Gruppen und das dritte mit der Einheit. Das eine hat mit der Sonderung in größte Verschiedenheit zu tun, das zweite mit den Vielen, die in egoische Gruppen eingegliedert sind, während das dritte die Trennung aufgelöst sieht, zurückverwandelt in die Sieben, was für die menschliche Hierarchie die große Einheit bedeutet.“

„Ganz gleich welchen Jünger irgendeines Meisters mit seinen individuellen Vorzügen und Unzulänglichkeiten wir auch betrachten mögen, niemals kann ein Jünger durch die Haupteinweihungen gehen, bevor nicht zu dem Pfad der Liebe der Pfad des Wissens hinzugekommen ist. Denn diese Einweihungen finden in den höheren Bereichen der Mentalebene statt: „Solange nicht der Pfad des Lichts mit dem Pfad des Lebens vereint ist, kann der große Übergang vom vierten in das fünfte Reich nicht vor sich gehen.“

„Gewisse Bewusstseinserweiterungen sind möglich; man kann Einweihungen auf der Astral- und niederen Mentalebene erlangen; einiges von der Schau kann wahrgenommen werden; man kann das Gefühl der göttlichen Gegenwart empfinden; der Geliebte kann durch Liebe erreicht werden; und die Seligkeit und Freude dieses Kontakts kann bleibendes Glück mit sich bringen. Aber die klare Wahrnehmung, die man auf dem Berge der Erleuchtung erlebt, ist etwas anderes als die Freude, welche man auf dem Berge des Segens erfährt; bei der einen hat das Herz, bei der anderen der Kopf die Führung.“

Hier definiert Djwhal Khul eine klare Unterscheidung zwischen zwei Pfaden: Dem Pfad des Wissens, welcher der des Okkultisten und des Weisen ist, und dem Pfad der Liebe, welcher der des Mystikers und des Heiligen ist. Ob ein Mensch sich der Erleuchtung vom Kopf oder vom Herzen her annähert, ist nicht von seinem Strahl abhängig (siehe hierzu die Erläuterungen der sieben Strahlen von Djwhal Khul), denn beide Wege müssen erlebt werden. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Kundalini, die unbewusste Kraft, wieder ganz bewusst richtig eingesetzt wird, sonst kommt man wieder „zu Fall“. Das bedeutet also auch, dass Fehlschläge uns auf Restspuren unserer Unreinheiten aufmerksam machen.

Djwhal Khul erklärt, dass die Erleuchtung im Kopf höher ist als die Erleuchtung im Herzen. Vorausgesetzt, dass die Liebe vorher verwirklicht wurde, sonst ist auch kein wirkliches Wissen erlangt worden. Wenn jemand die Weisheit mental erklärt und keine Liebe hat, will und kann man gar nicht zuhören. Ohne die Liebe ist diese hohe Verwirklichung, die Erleuchtung auf dem Pfad des Wissens nicht zu erreichen. Die Einheit wird im Herzen erspürt, doch ihre einsichtsvolle Anwendung auf das Leben muss sich durch Wissen auswirken. Der Mystiker muss zum Okkultisten werden, der weiße Okkultist ist einmal der heilige Mystiker gewesen. Wahres Wissen ist einsichtsvolle Liebe, denn es ist die Verschmelzung von Verstand und Hingabe.

Wenn ein Mensch die Liebe verwirklicht hat und lebt, ist das sehr wertvoll. Noch wertvoller ist es jedoch, wenn er seine Verwirklichung und den Weg dorthin auch noch anderen erklären kann. Deswegen ist Buddhas Erleuchtung höher als die von Jesus. Buddha ist ein Weisheitslehrer und Jesus sagt „Gott und Ich sind eins“ (damit ist nicht gemeint, dass er selber Gott ist). Jesus hat die Verwirklichung der Liebe, welche auch das zentrale Thema seiner Lehre ist. Djwhal Khul selber ist durch seine Verwirklichung Gott sehr nahe.

Für den Jünger ist es sehr wertvoll zu wissen, ob die Kopf- oder die Herzmethode als Ziel in seinem individuellen Leben gesetzt wurde. Es ist feine geistige Unterscheidung notwendig, damit man nicht in Projektionen gerät, die weit entfernt von dem tatsächlichen Pfad des Jüngers liegen. Man muss wach und aufmerksam sein, um nicht eigenen mentalen Vorstellungen, Trägheit und Illusion über den eigenen Weg zu verfallen, welche nicht der Realität entsprechen und niemals zum Ziel führen.

Schlusswort:

In unseren Treffen soll die Atmosphäre eines privaten Studienkreises vorherrschen. Die Lektionen bzw. der Unterricht sollen als Austausch gestaltet werden. Jeder, der etwas sagen oder erklären möchte, kann sich gern zu Wort melden, ebenfalls Vorträge halten oder Diskussionen anleiten, so dass eine Gruppenarbeit entsteht. Wir möchten keine starre Hierarchie von Lehrer und Schüler pflegen. Alle Menschen sind herzlich eingeladen, sich bei Interesse konstruktiv zu beteiligen. Bei uns gelten die vier Regeln der Gastfreundschaft: Jeder Gast wird mit netten Worten empfangen und es wird ihm ein Sitzplatz angeboten, etwas zu essen und zu trinken und bei Bedarf ein Schlafplatz.

Aus eigener Erfahrung und vielen miterlebten Klassen empfehle ich, wenigstens mal reinzuschauen bzw. eine feste Teilnahme bei ernsthaftem Interesse am Thema Erleuchtung. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Informationen aus den Zeilen dieser Bücher hervorgebracht werden, auf die man allein nie oder erst viel später gestoßen wäre. Hier kann man live miterleben, wie Menschen sich treffen, praktisch miteinander spirituell arbeiten, Gruppenbewusstsein entwickeln und sich der Meisterschaft nähern. Auf der Terasof Website www.terasof.de ist jeden Samstag von 12 bis 17 Uhr eine Live-Übertragung eingerichtet, so dass jeder dabei sein kann. Wir freuen uns auf euren Besuch bei uns persönlich oder auf unserer Website und würden uns freuen, von euch ein Feedback zu bekommen.

[AO, FA]

Profi Homepage Vorlagen